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03 Einrollen 13.06.2015

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Impressionen

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Reisebericht 13.06.2015


Einrollen

202 Km (Hotel -Sella – Pordoi - Valparola - Falzarego - Giau – Staulanza – Duran - Pordoi - Sella - Hotel)
Höhenmeter: 6.278 m und natürlich auch wieder runter !

„Es ist 7:00 Uhr“ werde ich von meinem Heimatsender NDR2 geweckt, der auf meinem iPad im Wecker hinterlegt ist. Mal gucken, dass ich für diese Woche eher einen lokalen Sender einstelle – schon, weil mich das Wetter zu Hause eher nicht interessiert. Vorsichtig schiebe ich den Vorhang beiseite, um mal einen ersten Blick auf die Wetteraussichten zu werfen. Generell sahen die Prognosen für „unsere“ Dolomiten-Tour in diesem Jahr nicht so berauschend aus. Der Blick verspricht jedoch zumindest trockene Straßen und auch ab und an etwas Sonne. Das entnehme ich den sporadisch sichtbaren blauen Flecken am ansonsten eher grauen Himmel. Trocken reicht, ist mein Fazit. Ein weiterer Blick in eine meine zahlreichen Wetter-Apps bestätigt, dass ein trockener und ab und an sonniger Tag vor uns liegt.

So mental gestärkt, freue ich mich schon auf das Frühstück. Das Abendessen von gestern hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht! Die anderen sind - bis auf Olli – auch schon alle unten und sitzen auf der „Terrasse“. 8 Uhr ist Frühstück angesagt und 8 Uhr ist, wenn Olli erscheint. Der kommt nämlich immer absolut pünktlich! So natürlich auch heute! Für unseren neuen Mitfahrer Manni war es aber wohl doch zu spät – der saß schon kauend an seinem Platz! Frühstück an sich ist schon schön, mit dem fröhlichen Service von Adriana kann man aber nur gut gelaunt in den Tag starten! Ich bestelle mein Ei "wachsweich".
An dieser Stelle dann auch gleich noch eine Entschuldigung an die beiden Schweizer „Wander-Pärchen“: Wenn wir Spaß haben, dürfen das alle andern auch wissen! Entschuldigung, dass wir vielleicht etwas laut waren! Die Entschuldigung gilt natürlich auch gleich noch für gestern Abend und vermutlich auch für das heutige Abendessen!

Gegen 9 Uhr stehen wir dann unter der Beobachtung von Franz bereit zu unserer ersten Ausfahrt 2015. Vermutlich würden wir da auch immer noch stehen, da keiner Anstalten macht, voraus zu fahren. Zu fünft hinten wäre mir jetzt doch zu eng, schon, weil ja Benno mit seinem Laster mittendrin wäre! Kurzentschlossen fahre ich also los und die Truppe folgt. Eine wirkliche Idee, wohin es gehen könnte, habe ich noch nicht! Macht aber nichts, da unmittelbar am Hotel der Einstieg in die Sella-Runde beginnt. Besser kann man kaum wohnen – Franz, wir beneiden Dich! Da Motor und Reifen ja noch kalt sind und ich bisher nur einmal zu Hause zur Tanke und einmal mit Hauke nach Lübeck und zurück( immerhin satte 120 KM!) gefahren bin, lasse ich es ruhig angehen. Am Abzweig zum Grödner-Joch entscheide ich mich für die Weiterfahrt auf dem Sella . Da oben ist der Cappu in den letzten Jahren immer gut und Dank der "bösen Tür auch noch spannend gewesen! Erste Cappu-Pause also bei 10 Grad auf dem Sella! Dann geht es weiter den Sella hinunter in Richtung Pordoi!

Und was soll ich sagen? Der Pordoi, der mir nach dem Giiiaauuuu mit am besten gefällt, macht auch heute wieder richtig Spaß. Eine gewisse „Berg-Erfahrung“, die wir uns in den letzten Jahren erarbeitet haben und inzwischen auch eine ganz gute Streckenkenntnis führen zu einer deutlich entspannteren Fahrweise. Und weil es gerade so gut läuft, überfahre ich den Pordoi ohne Halt. Nach dem Valparola geht es in Richtung Falzarego. Kaum dort eingeparkt, werden wir von ausweistragenden Spendensammlern angesprochen. Diese sammeln für ein dortiges Drogen-Rehabilitations-Zentrum. Da ich keine Drogen dabei habe, gebe ich 10 € gegen eine entsprechende Spenden-Quittung. Ich bin schon mal gespannt, wie mein Finanzamt auf diesen Beleg reagiert! Könnte lustig werden! Der Cappu ist besser als in den letzten Jahren, was aber auch nicht so schwer ist.

Mir ist noch immer nach Kurven, so dass das nächste Ziel einfach logisch ist. Vom Falzarego geht es in Richtung Cortina und kurz vor Cortina rechts ab! Kenner wissen, auf welchem Pass wir jetzt fahren. Richtig, es ist der Giau – Kurven satt! Von uns seit Jahren mit dem Kosenamen Giiiaaauuuu versehen. Oben komme ich vor Hauke an! Liegt aber wohl nur am Überholverbot innerhalb der Truppe! Kaum steht Olli neben uns, wird er auch schon auf sein Kennzeichen angesprochen. Zwei Kollegen – ebenfalls aus dem Kreis Osterholz-Scharmbek – freuen sich sichtlich, einen Landsmann zu treffen. Hauke gesellt sich zu dieser Runde und doch schon nach 20 Minuten stellt man fest, dass man sich von früher kennt und seit ca. 20 Jahren nicht gesehen hat. Während Olli und Hauke also in Erinnerungen schwelgen, sonnen sich die ansonsten Unbeteiligten. An sich eine gute Idee, denn Sonne wird die nächsten Tage eher Mangelware! Schließlich können sich die beiden dann doch trennen und wir fahren den Giau hinab in Richtung Selva di Cadore.

Der Staulanza, der bis auf einen kurzen Abschnitt, eher langweilig daher kommt, ist das nächste Ziel. Kurz vor der Passhöhe finde ich einen Parkplatz, auf dem wir die letzten Frikadellen von Tamara essen wollen. Mittagspause ist angesagt. Anschließend geht es gestärkt über den Staulanza. Mit Mut zur Lücke und der Überzeugung, dass hier irgendwann der Abzweig zum Passo Duran kommen muss, fahre ich weiter vorn. Da Manni tanken muss, halte ich kurz an einer – natürlich unbemannten – Tankstelle. Manni muss sich dem Tankautomaten stellen! Nach kurzem Kampf klappt es dann und wir fahren weiter. Während ich noch darüber nachdenke, dass der Duran doch gar nicht so weit weg gelegen hat, taucht endlich das entsprechende Schild auf. Also nichts wie dort rauf. Denn da oben gibt es den Cappu, der das Mittagsmahl abrunden wird!

Zum Cappu gibt es dieses Mal auch noch ein kleines Kicker-Duell. Die Gebrüder B. gegen Olli und mich! Endstand ein ungerechtes 1:1. Nach meinem Gefühl hatte Benno bei dem einen oder anderen Anwurf die Tendenz, direkt auf Tor zu werfen!

Leider brauche ich dann eine kurze Unterstützung von Hauke und seiner Karte ( ja, immer noch die von 1997), da mir der weitere Weg nicht so wirklich einfiel. Kaum sind wir dann jedoch unterwegs, weiß ich aber schon, wie es weitergeht. Daran ändert auch der kurze „Verfahrer“ nichts! Durch Agordo und Alleghe (irgendwann halten wir mal dort am See!) geht es über schöne Straßen, den Pordoi und das Sella-Joch in Richtung Hotel. Zum exzellenten Essen (bis auf Olli wissen alle schon, was es geben wird - Olli möchte aber am Abend überrascht werden!) wollen wir auf keinen Fall zu spät kommen. Gegen 17 Uhr treffen wir dort ein. Kurze Kettenpflege bei den Motorrädern und Sicht-Prüfung des Kardan-Prügels bei dem Laster und schon können wir uns dem einen oder anderen TAB widmen. Um 19 Uhr sitzen wir dann frisch geduscht am Tisch und lassen uns von Adriana mit den Köstlichkeiten von Franz verwöhnen. Während wir unserer guten Laune freien Lauf lassen, wird an den Tischen neben uns nur geflüstert. Wir sind so unsensibel! Allerdings gibt es auch Gäste, die sich unserer Stimmung anschließen. Benno verteilt schon mal fleißig Visitenkarten und es wird viel gelacht. Schade, dass die vier am nächsten Morgen abreisen werden. Falls Ihr das hier also lest: Wir hatten Spaß mit euch – seit nochmals herzlich gegrüßt!

Bei einem letzten Bierchen auf der „Terrasse“ lassen wir den Tag ausklingen. Franz und Adriana lassen sich von uns erzählen, wo wir den Tag über gewesen sind. Ein schöner Abend, der mit der Info endet, dass am Montag Greta ihren Ferienjob beginnen und im Service helfen wird. Merkt euch den Namen, der wird bestimmt noch häufiger fallen! Jetzt war es aber Zeit für die Falle - morgen früh um 8 Uhr ist Frühstück!

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Unsere heutige Tour:

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Bildergalerie 13.06.2015

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

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Nachtrag 29.01.2016:


Am 27.01.2016 erhielt ich Post aus Italien wegen zu "langsamen" Fahrens am Giau incl. dem "tollen" Foto.

Also Aufpassen !

Ab, bzw. auf der Paßhöhe steht das Geschwindigkeitsschild.
Hier sind 50 Km/H vorgeschrieben.
Wer es sich als Video anschauen möchte, sollte HIER klicken.

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Zum vorherigen Tag.
Zum nächsten Tag.

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