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06 Fahrradweg

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Impressionen

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Reisebericht 24.06.2014


Fahrradweg – Benno nennt es trotzdem PASS!

265 Km (Hotel Schönwald – Passo di Lavazze – Manghenpass – Passo Brocon - Passo Rolle – Passo Valles – Passo San Pellegrino – Passo di Fedaia - Karerpass - Hotel Schönwald )
Höhenmeter: 7.838 m und natürlich auch wieder runter !

Gestern Abend hatten wir in der Ferne das eine oder andere Gewitter mitbekommen. Auch in Welschnofen hatte es kurz und heftig geregnet und es war leicht windig! (Wir sind Norddeutsche – bis Windstärke 12 ist bei uns alles „leicht windig“!)

Pünktlich gegen halb neun haben wir das Frühstück hinter uns und starten die Möppis. Benno hat sich für heute förmlich um die Führungsposition gerissen und ja noch gestern eine entsprechende Route mit Hilfe der - bis dahin sehr sympathischen Doppel-Xer Fraktion - ausgearbeitet. Norbert präsentiert sichtlich stolz das Ergebnis seiner nächtlichen Schneiderarbeiten! Gefühlte 3 – 4 Meter Naht hat er repariert! Es kann also bei recht gutem Wetter losgehen.

Nachdem wir den Lavazze überfahren haben, werden die Straßen schmutziger. Die Überreste des gestrigen Gewitters liegen noch in Form von Ästen, Laub und Schlamm auf der Straße. Das ist immer so der Alptraum eines Motorradfahrers: Du kommst um die Ecke und plötzlich ist es schmierig! Mit entsprechend gebremsten Schaum fährt Benno zielgerichtet auf den Manghen-Pass zu. Im Einstieg werden wir zunächst kurz von der Feuerwehr aufgehalten, die abgerutschte Bäume von der Fahrbahn birgt. Autos müssen hier wohl länger warten, wir werden jedoch sehr schnell von einem Feuerwehrmann an der Baustelle vorbei gewunken. Als wir ihn passieren, bedeutet er uns mit einer eindeutigen Handbewegung vorsichtig zu fahren. Während Benno – aufrecht wie immer – den „Fahrradweg“ nach oben fährt, beobachte ich ständig eine in der Mitte verlaufende Ölspur und versuche den geringen Platz links oder rechts davon zu nutzen. Michael S. hat die Ölspur allerdings für sich entdeckt und fährt immer mittendrin. Auf der Hälfte des Passes müssen wir dann nochmals warten, bis eine Baumfäller-Truppe ihren Bagger aus dem Weg geräumt hat. Über uns rauschen während dessen Baumstämme an einer Seilbahn nach unten. Michael S. als Klapphelm-Fahrer nutzt die Gelegenheit sofort für eine Entspannungszigarette. Ihm scheint dieser Pass auch nicht so zu gefallen!

Ungezählte enge Kurven später erreichen wir – ENDLICH – eine Berghütte mit Cappuccino! Selten war ich froher, dass ein Pass hinter mir liegt. Die Freude ist aber nur kurz, denn von der Hütte aus kann man sehen, dass es noch weiter nach oben geht. Und wo es rauf geht, muss man ja auch noch wieder runter! Viel zu früh will Benno weiter. Nützt ja nix, also rauf auf die für diesen engen Pass nicht gemachte Fazer. Gott sei Dank sind es dann doch nur noch zwei, drei enge und steile Kurven bis zur Passhöhe. Danach wird es dann sofort offener und deutlich besser zu fahren – man könnte es jetzt fast schön nennen! Hier scheint auch das Gewitter nicht gewütet zu haben, die Straße ist eindeutig sauberer.

In Longhini gönnen wir uns noch einen Abstecher in eine baustellenbedingte Sackgasse, um dann – mal von der anderen Seite – den Brocon zu bezwingen. Nachdem ich am Manghen schon Zweifel an meinem Lieblingshobby hatte, macht das Fahren hier mal wieder so richtig Spaß. Oben angekommen, gibt es bei einer der wenigen AMEX-Akzeptanzstellen erst mal einen leckeren Cappuccino. Norbert stellt hier dann fest, dass er wohl am Abend noch mal an seine Jacke muss. Die nächsten Nähte haben sich für eine deutliche Verbesserung der Lüftung entschieden! Wir anderen haben da aber schon eine bessere Idee! Machen wir Morgen!

Als nächstes steht der Rolle auf dem Zettel. Unendlich breit lädt er zum Kurventanz ein, g..l! Den Cappuccino oben hätte ich nicht gebraucht, lecker war er trotzdem. Als es weitergeht, stelle ich fest, dass mal wieder die Reservelampe leuchtet. Scheinbar wohl auch schon länger, es sind schon gut 30 KM auf dem Reserve-Zähler verbucht. Ich sollte also demnächst etwas Sprit ins Fass bekommen. Logisch, dass wir uns zeitlich wieder in der etwas längeren Mittagspause der Italiener befinden. In Caviola finden wir schließlich eine Tankstelle mit Automaten-Betrieb. Frisch aufgefüllt geht es jetzt in Richtung Passo Fedaia. Über den Passo Valles und den San Pellegrino landen wir recht zügig am Fedaia-See. Kurze Pause ist angesagt. Cappuccino wurde eigentlich mehr oder weniger abgelehnt. Hauke bestellt trotzdem und dazu eine leckere Speckplatte. Na gut, bevor ich mich schlage lasse!

In Canazei tanken wir noch kurz und machen uns dann auf den Rückweg zum Hotel. Beim Abendessen wird dann der nächste Tag geplant. Benno behauptet, dass er eine neue Batterie benötigt und wir erst mal zu HG nach Bozen müssen. Würde ja auch ganz gut passen, da könnte Norbert ja auch mal nach einer neuen Jacke gucken. So wie die sich in Auflösung befindet, wird er heute Nacht noch kräftig nähen müssen. Außerdem möchte Hauke mit uns zu einem Campingplatz, auf den er im Sommerurlaub mit seiner Familie will. Da eine Vorausbuchung über das Internet nicht möglich war, will er vor Ort buchen. Also wird es über Bozen in Richtung Gardasee gehen.

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Unsere heutige Tour:

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Bildergalerie 24.06.2014

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