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09 Schwarze Schrift auf gelbem Grund ...

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Impressionen

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Reisebericht 07.06.2013


Schwarze Schrift auf gelbem Grund – halte Abstand und bleib gesund …

169 Km (Hotel Schönwald – Karerpass – Pordoi – Falzarego – Valparola – Campologno – Sella – Karerpass- Hotel Schönwald)
Höhenmeter: 4.711 m und natürlich auch wieder runter !

Die Sonne scheint! Das ist das Erste, dass ich nach dem Wachwerden feststelle. Gleich danach kommt mir die Einsicht, dass schon wieder der letzte Tag anfängt. Heute Abend ist schon wieder packen angesagt. Lässt sich ja leider nicht ändern, aber davor liegt ja noch ein Tag vor uns, der uns mal hier hin und mal dorthin führen wird. Wie immer, wird auch dieser letzte Tag ohne großartige Planung in Angriff genommen.

Nach dem Frühstück bauen wir die Kamera bei Ollis Trude an. Er ist für heute der Kameramann! Nach kurzer Einweisung (wer löten kann, kann auch filmen!) machen wir uns auf zum Pordoi. Der Karerpass macht bei sonnigem und warmen Wetter noch mal so viel Spaß. In Canazei gibt es dann aber erst mal Kuddelmuddel! Der „Einstieg“ in die Sella-Runde ist wegen Asphaltierungsarbeiten nur einspurig befahrbar. Hauke kommt noch durch, wir werden vom hochmotivierten Straßenposten aufgehalten und müssen den Gegenverkehr abwarten. Da das Ganze in einem Kreisverkehr stattfindet, geht es ziemlich durcheinander und so stehen bald diverse Motorradgruppen wild gemischt im Kreisverkehr und behindern natürlich diejenigen, die da nur durch wollen. Als es dann weiter geht, können Benno, Olli und ich uns durchsetzen und als erste losfahren. Hauke hat auf uns gewartet und gemeinsam nehmen wir den Pordoi in Angriff. Und dann geht es los! Vorweg vielleicht noch kurz der Hinweis, dass wir auch keine Engel sind und gern zügig unterwegs sind. Wenn wir allerdings Kurven schneiden, dann nur, wenn diese soweit einsehbar sind, dass wir sicher sind, niemanden mit dieser Fahrweise zu gefährden. Uns selbst natürlich eingeschlossen! Ganz anders aber die Gruppe, die uns jetzt „durchpflügt“! Alle kommen aus dem „Kurvenparadies“ Niederlande! Und alle fahren nach dem Motto: „ Gestern kam da auch keiner“! So, wie die fahren, reizt es nicht mal mehr, sich dahinter zu hängen. Also fahren wir schön langsam auf der rechten Seite und lassen erst mal alles vorbei! Gefühlt minutenlang ballert ein Hobby-Rossi nach dem anderen auf den Geraden mit lockeren 150 Klamotten an uns vorbei! Irgendwann hat das dann endlich ein Ende und wir können wieder unseren Stiefel fahren und den Pordoi genießen.
Kurz vor der Passhöhe sehe ich im Vorbeifahren eine Tiger die links an einer Schneewand lehnt. Dass der Fahrer sich kurz vorher hingelegt hat, habe ich in dem Moment nicht erkannt und bin vorbei gefahren. Sorry dafür! Wie sich später herausgestellt hat, wurde der Tigerfahrer von der wilden Holländer-Truppe in einer Kurve geschnitten, hat wohl überbremst und sich lang gemacht. Die Tiger war nicht mehr fahrbereit und sah ziemlich mitgenommen aus. Dem Fahrer war außer einigen Prellungen offensichtlich nichts weiteres passiert. Benno, der etwas später an der Unfallstelle vorbei fuhr, hat gehalten und dann die „Kumpel“ des Verunfallten gesucht und gefunden. Als er bei uns zum Cappuccino auftauchte, war er noch immer von der Reaktion dieser „Kumpel“ verwirrt! Einziger Kommentar von denen war: „Nicht schon wieder, der lernt es nicht mehr“! Von den Holländern war natürlich weit und breit nix mehr zu sehen. Und damit das auch so blieb, haben wir unsere Cappuccino-Pause deutlich ausgedehnt!

Als nächstes steht die Tisch- und Stuhl Kontrolle am Falzarego auf dem Zettel. Der Schnee ist zwar deutlich auf dem Rückzug, aber Tische und Stühle sind immer noch nicht da. Auf Grund der bescheidenen Qualität des letzten Cappuccino hier, verzichten wir auf eine weitere Probe. Über Valparola und Campologno kommen wir nach Arabba. Hauke sucht uns ein nettes Lokal aus und wir haben gerade bestellt, als der Laden eine Invasion unserer westlichen Nachbarn erlebt. Ob es die Truppe vom Vormittag war? Keine Ahnung, aber es spricht einiges dafür! Sandwich, Schinken- und Käseplatte und Cappuccino haben aber trotzdem geschmeckt.

Noch einmal den Pordoi, noch einen letzten Cappuccino an der Seilbahn auf dem Pordoi. Obwohl es so langsam zuzieht und das Wetter andeutet, dass es Zeit wird, sich dem Verladen und Verpacken zu widmen, wollen wir noch einige „Sportfotos“ am Sella machen. Besprochen und gemacht. Während wir also vor grandioser Kulisse versuchen, uns effektvoll in Szene zu setzen, fängt es dann doch noch an, zu regnen. Damit wird uns die Entscheidung, die Sella-Runde noch mal komplett zu fahren, abgenommen. Auf dem kürzesten Weg machen wir uns auf zurück zum Hotel. Ab Canazei wird es wieder trocken und in Welschnofen herrscht bestes Wetter! Kurze Zeit später sind die Mopeds verladen und wir sitzen frisch geduscht beim leckeren Abendessen. Insgesamt herrscht den Abend über Reise- bzw. Verladungs-Stress, da morgen so ziemlich alle vom Hof wollen oder müssen! Nach Rücksprache mit Thomas und Evelin ist die Frühstückszeit auch etwas vorgezogen worden. Nur noch die letzten Klamotten verpacken und schon mal die eine oder andere Tasche ins Auto bringen und bei Gelegenheit die Rechnung bezahlen. Das war gar nicht so einfach, weil fast alle noch heute Abend bezahlen wollten. Thomas hatte mächtig Stress beim Abrechnen.

Für jeden gab es das obligatorische Abschiedsgeschenk - dieses Mal keine Nudeln, sondern eine Base-Cap mit Werbung für das Hotel Schönwald! Wir waren uns alle einig, diese Mütze nicht zu tragen – bloß keine Werbung für das Hotel!

Nicht, das wir im nächsten Jahr kein Zimmer mehr bekommen!

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Unsere heutige Tour:

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Bildergalerie 07.06.2013

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Zum nächsten Tag.

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