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08 "TRUMPHI"

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Impressionen

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Reisebericht 06.06.2013


Ollis großer Auftritt und wie Trumphi zu ihrem Namen kam

236 Km (Hotel Schönwald – Karerpass – Passo di Sella – Grödner Joch – Würzjoch – Klausen – Wolkenstein – Grödner Joch – Passo Campologno – Pordoi - Karerpass- Welschnofen)
Höhenmeter: 6.526 m und natürlich auch wieder runter !

Wie immer ist der Karerpass der Einstieg in das Tagesgeschäft. Wetter sieht gut aus, die Straßen trocken und alle Mopeds laufen 1a! In der Abfahrt des Karerpasses in Richtung Vigo di Fassa wird die gute Stimmung von einem ständig lauter werdenden Brummen gestört. Wir laufen auf eine Harley-Truppe auf, die gemütlich den Pass nach unten brummelt. Am Ende der Kolonne fährt ein vollbepackter Kombi. Scheint das Begleitfahrzeug zu sein. „Bitte, Bitte, biegt nach rechts ab!“ denke ich und dieses Mal klappt es nicht. Wie wir, fahren auch die Harleys in Vigo nach links in Richtung Sella-Gruppe. „Wenn die auch auf das Sella-Joch wollen, kann sich das ganz schön ziehen“, ist wohl nicht nur mein Gedanke. In Campitello ist das aber schon Geschichte, da die Harley-Truppe inklusive Begleitfahrzeug abbiegt.
Ohne weitere „Behinderungen“ können wir den Sella in Angriff nehmen. Oben angekommen, erhält Olli seinen Auftrag:

Vier Cappuccino`s auf der Terrasse – ohne Fußbad – servieren !

Das ist seine Aufnahmeprüfung zum geprüften CAPPUCCINO-TOURER ! Olli also rein in das Lokal und wir müssen noch schnell dafür sorgen, dass die Tür geschlossen wird. Ist gar nicht so leicht, dem Fenster putzenden Angestellten klar zu machen, dass er mit seiner Arbeit zumindest für jetzt fertig ist. Irgendwie versteht er uns dann aber doch, beendet sein Werk und schließt die Tür. Hauke stellt sich schon mal in Position, um im Notfall eingreifen zu können. Notfall heißt in diesem Fall, dass irgendjemand nett sein möchte, und Olli die Tür aufhalten will. So etwas geht nicht, hat bei uns schließlich auch nie einer gemacht. Die diversen Fotos aus den Vorjahren zeigen sehr deutlich, dass es uns kaum je gelungen ist, die Cappuccino sauber durch die Tür zu bringen. Wir sprachen schon vom Fluch des Sella ! Nur mit Mühe und entsprechender Lautstärke kann Hauke einen Motorrad-Kollegen noch daran hindern, entscheidend in das Geschehen einzugreifen, als Olli durch die Tür kommt. Der ist erst verschreckt und dann verständnislos, aber darauf können wir jetzt keine Rücksicht nehmen. Selbst die Versuche, Olli zu erschrecken, scheitern. Er balanciert das Tablett problemlos aus. Ich vermute, dass es mit seinen Gleichgewichtsübungen bei der täglichen Regen-Klamotten Prozedur zu tun hat. Er schafft es, das Tablett auf dem Tisch abzustellen. Sauberes Ergebnis, kein Fußbad ! Einwandfrei bestanden – Glückwunsch ! Die spätere Überprüfung der Bilder lässt allerdings vermuten, dass Olli die Tassen nicht ganz voll füllen ließ. Da ist schon ein Rand zu erkennen …

Während wir noch lautstark die bestandene Aufnahmeprüfung feiern, nähert sich eine alte Bekannte ! Die Australierin von gestern nähert sich mit dem unvermeidlichen Fotoapparat. „Can I take a picture of the Triumph ?“ ist ihre Frage. Na klar darf sie ! Und gern machen wir auch ein Bild von ihr und der Tiger. Schließlich kommt dann der Satz, der Haukes Leben für immer verändern wird: „We love the Trumphi“ (ausgesprochen so: Trampi) ! Sofort setzt lautes Gelächter ein und wir wiederholen ständig dieses ein Wort: T R U M P H I. Das klingt aber auch einfach zu schön und ist so schön nah am Trampel. Noch während wir uns von unserer Australierin und ihrem Begleiter verabschieden, wissen Benno, Olli und ich, dass man daraus noch etwas machen muss !

Über das Grödner Joch, vorbei an ca. 3 m hohen Schneewänden rechts und links der Straße machen wir uns auf zum Würzjoch. Oben gibt es Cappuccino und Wasser. Olli sucht wohl eine „schöne“ Stelle an seinem Motorrad, die ein Foto lohnt. Scheinbar findet er die unterhalb des Motorrades. Für das Foto muss er sich auf den Boden legen und wird dabei von Benno „erwischt“.

Die weitere Planung bringt uns über kleine, bis auf einen entgegenkommenden Bus nahezu verkehrsfreie Strecken erst nach Klausen und dann durch das Grödner Tal nach Wolkenstein. Pause – und endlich die erste (und leider auch schon letzte) Pizza Tirolese mit doppelt Speck ! So ist die Bestellung von Hauke und mir, der sich auch Olli sofort anschließt. Die eigentliche Sensation ist aber, das Benno sich ebenfalls anschließt. Normalerweise isst er tagsüber außer den Keksen, die es zum Cappuccino gibt, nichts !

Während Hauke die Porzellan-Abteilung inspiziert, beginnen schon die ersten Planungen: Wir wollen die Tiger mit ihrem neuen Namen kennzeichnen. Wir beschließen, dies noch heute Abend im Hotel zu erledigen. Ich werde Hauke ablenken und Benno und Olli werden mit Hilfe von Isolierband und Schere das Werk vollbringen.

Die Pizza ist super. Benno und Olli wollen noch die komplette Sella-Runde mit Grödner, Campologno und Pordoi fahren, Hauke und ich habe dazu eher keine Lust und so wird entschieden, dass wir uns in Canazei treffen wollen. Die beiden biegen also links ab in Richtung Grödner. Hauke und ich fahren über den Sella und direkt nach Canazei. Dort können wir die Asphaltierungsarbeiten hautnah beobachten, da die Baumaschine direkt vor unserem als Treffpunkt bestimmten Lokal am Werkeln ist. Ca. eine Stunde später kommen auch Benno und Olli an, Olli inzwischen wieder im Regenkombi. Ohne große weitere Pause machen wir uns auf zum Hotel. Auf dem Karerpass gibt es aber doch noch einen Cappuccino.

Nach dem Abendessen wird die Tiger neu „beschriftet“. Mit Hilfe von rotem und schwarzem Isolierband, einem Stückchen Pappe, Kulli und Schere basteln Benno und Olli am neuen Namenszug. Schließlich prangt TRUMPHI auf der rechten Seite. Für die linke Seite hat es leider zeitlich nicht mehr gereicht. Hauke war zu schnell wieder da. Es dauert eine Zeit, bis er die neue Beschriftung entdeckt. Ob sie ihm gefallen hat, war an diesem Abend nicht so ganz zu erkennen. Zumindest Stand heute (25.07.2013) hat er noch nichts daran geändert und sein Sohn spricht nur noch von der Trumphi ! Wenn Hauke seither bei mir anruft, begrüße ich ihn stets mit „Hallo Trumphi“!

Krönender Abschluss des Tages ist dann noch die Übergabe der eigenen Cappuccino-Tasse an Olli, als zeichen, daß er nun ein vollwertiger Cappuccino-Tourer ist. Unser Wirt Thomas hat sie extra mit einem Bier mit viel Schaum gefüllt, was dann aussah, als wenn es ein Cappuccino sei. War ein schöner Tag ! Leider ist morgen schon wieder der letzte Tag unserer Cappuccino-Tour 2013 – an so einer Woche ist auch nix mehr dran !

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Unsere heutige Tour:

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Bildergalerie 06.06.2013

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Zum vorherigen Tag.
Zum nächsten Tag.

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