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03 Ankunft

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Impressionen

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Reisebericht 01.06.2013 (Teil 1)


240 Km Hohenschwangau – Fernpass – Brenner – Welschnofen

Es regnet nicht mehr, als wir nach dem guten Frühstück aufbrechen. Auf dem Fernpass und dem Brenner läuft es auch ganz anständig und das man erst gut 200 m vor der italienischen Mautstelle in Sterzing abbremsen muss, ist wohl für uns alle neu. Stau- und Stressfrei erreichen wir gegen 11 Uhr unser Hotel in Welschnofen. Einchecken, Zimmer beziehen, abladen – aber zuerst ein Cappuccino auf der Terrasse des Hotels Schönwald. So ist der Plan und so wird es gemacht. Nach dem die Möppis abgeladen sind, zickt jetzt meine Fazer, will einfach nicht anspringen. Olli schiebt mich an, und schon brummt der Motor wieder. Somit steht einer ersten Sella-Runde nichts im Wege !

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Reisebericht 01.06.2013 (Teil 2)



64 Km - Hauke nur 32 KM, da Fahrten im Auto nicht zählen - (Hotel Schönwald - Karerpass – Canazei – Karerpass – Hotel Schönwald)
Höhenmeter: 3125 m und natürlich auch wieder runter !

Bevor es auf die erste Runde geht, werden noch kurz Frikadellen und Kartoffelsalat von Tamara vernichtet. So gestärkt, geht es auf den Weg in Richtung Sella-Runde. Genau der richtige Aufgalopp für die Woche. Über den Karerpass fahren wir runter nach Vigo di Fassa und biegen dort links ab in Richtung Canazei. In Canazei plötzlich ein wildes Hup-Konzert von hinten. Olli will schnell seine Regenklamotten überwerfen, da es inzwischen doch etwas feuchter wird. Also rechts ran und das Schauspiel beobachten. Als Olli sich dann endlich in die Klamotten gezwängt hat, soll es weiter gehen, doch die Tiger macht von einem Moment zum nächsten keinen Mucks mehr. Killschalter ? Nö, so einfach ist es dieses Mal wohl nicht. Also erst mal die Sicherungen überprüfen, da im Cockpit kein einziges Lämpchen glimmt! Als auch das kein Ergebnis liefert, ziehen wir vor weiteren, größeren Eingriffen ins halbwegs Trockene um. Vor einer nahen Bank finden wir einen Überstand und können dort auf intensivere Fehlersuche gehen. Falls die Sicherungskameras dort die ganze Zeit gelaufen sind, werden die Bankmitarbeiter am Montag wohl viel zu lachen haben. Wir eher nicht, die Tiger miaut nicht mehr. Nachdem der komplette Austausch der Sicherungen (Benno hatte an alles gedacht!) und die Überprüfung von diversen Kabeln und Relais (teilweise nach Abbau von Seitendeckeln etc.) nichts bringt, wird beschlossen, das die Tiger mit dem „Krankenwagen“ ins Hotel gebracht werden soll. Benno und Olli fahren also zurück, um den Anhänger zu holen. Hauke und ich bauen die Tiger derweil wieder zusammen.
Da ich eigentlich die ganze Zeit auf das Zündschloss als Fehlerquelle getippt habe, gehe ich da noch mal intensiver ran und finde einen völlig abgeknickten Kabelbaum. Als ich den „befreie“, leuchtet plötzlich kurz das Instrumentenbrett auf. Kurze Zeit und einige Verrenkungen und Drehungen am Kabelbaum später, gelingt es die Tiger kurz zum fauchen zu bringen. Der Fehler ist gefunden, es kann nur ein Kabelbruch im Kabelbaum direkt unter dem Zündschloss vorliegen! Die Konstruktion ist aber auch selten blöd: Bei jeder Lenkbewegung wird der Kabelbaum zwischen dem Zündschloss und einem Querträger eingeklemmt und gequetscht. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Hätte aber gern noch eine Woche halten können! Während ich Olli per Telefon über den neuen Erkenntnisstand informiere und ihn bitte, bei Thomas, unserem Hotelier, schon mal nach einem Lötkolben zu fragen, hat Hauke Getränke besorgt. Nee, kein Sekt, auch wenn uns nach Feiern zu Mute ist. Die Erleichterung, den Fehler zumindest gefunden zu haben, ist riesengroß. Hauke ist noch mal kurz weg und kommt mit einem der besten Cappuccinos aller Zeiten zurück.
Kurze Zeit später sind auch Benno und Olli mit dem Anhänger da und die Tiger wird verladen. Zuerst natürlich auf der falschen Seite. Hier lässt sich die Rampe nicht mehr ausbauen, da das Hinterrad im Wege ist. Also noch mal wieder runter und auf der Seite wieder rauf. Nachdem alles verzurrt ist, fahren wir in Richtung Hotel. Die drei im Auto und ich auf meiner Fazer hinterher. In einem Kreisverkehr neigt sich die Tiger dann plötzlich ganz langsam zur Seite – Gott sei Dank in Richtung Anhängermitte! Ich will sofort überholen, um die anderen zu warnen, aber Olli hat es im Rückspiegel auch schon gesehen. Als die Tiger wieder auf den eigenen Beinen steht, sehen wir … nichts! Kein Kratzer, keine Delle. Also erleichtert noch mal verzurren, dieses Mal mit Extragurten. Was zum „Hinlegen“ geführt hat? Eine wirkliche Erklärung haben wir nicht! Wahrscheinlich ist heute einfach nicht der Tag der Tiger!
Zurück im Hotel wollen wir erst essen und dann an den Kabelbaum ran. Thomas hat einen Lötkolben, so dass das notwendige Werkzeug vorhanden ist. Unter den Kommentaren einer ständig wachsenden Zuschauerschar (ich wollte schon Eintritt kassieren!) baut Hauke das Zündschloss aus. OK, ganz so einfach ist es nicht, aber irgendwann hat es verloren und ist raus. Der Kabelbaum liegt vor uns, oder besser vor Olli, der jetzt chirurgisch die Isolierung öffnet und die Kabel freilegt. Bei der Brühe, die ihm da entgegen kommt, fragt man sich aber schon, warum das Ganze im Schrumpfschlauch eingepackt ist – Schutz vor Nässe kann es jedenfalls nicht sein. Schnell ist dann das fehlerhafte Kabel ausgemacht und Olli opfert ein Stück Kabel, das er seit Jahren für den Notfall an seiner „Trude“ mitführt. Und dann gibt der „Master of Lötkolben“ uns eine Lehrstunde im Löten an beengten Stellen! Danke Olli, viel gelernt und später bei der Reparatur meines Navisteckers gleich umgesetzt! Das zwischengesetzte Kabel sitzt und der erste Probestart zeigt die Qualität der Arbeit! Die Tiger schnurrt sofort! Nur noch schnell isolieren (bei zwei weiteren Kabeln war die Isolierung auch schon „abgewetzt“), das Zündschloss mit Kabelbindern fixieren und die Notreparatur ist erfolgreich abgeschlossen. Das Ganze noch mit der einen oder anderen Hopfenkaltschale begossen, hat die Tiger die restliche Woche problemlos funktioniert.

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Unsere heutige Tour:

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Rückmeldung vom 24.07.2013:


"Tach auch, schöne interessante Seite habt ihr da aufgebaut.
Klasse Bilder. Nebenbei habe ich dann beim Anschauen der Bilder jetzt auch mitbekommen, woher die Senfspritzer auf meinem Anhänger kommen.

Mit freundlichen Grüßen, Peter Wittrock
"

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Bildergalerie 01.06.2013

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Zum nächsten Tag.

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