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04 Brocon

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Impressionen

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Reisebericht 03.09.2012


356 Km (Hotel Florian - Sella – Passo Rolle – Brocon – Pieve Tesino – Caldonazzo – Cherle – Trento – Brennerautobahn – Bozen – St. Ulrich - Hotel Florian)
Höhenmeter: 6.850m und natürlich auch wieder runter !

Untertitel: Kaiserjägerstraße – 1. Akt

Frühstück um 8 Uhr, dann nach St. Ulrich – tanken, ähh, spenden ! Benno wird heute mit Tamara den ersten Teil der Tour als Guide fungieren. Ab dem Brocon bin ich dann dran. Wetter – naja, es ist trocken. Zunächst mal geht es auf den Sella. Benno winkt mich durch, da er etwas langsamer fahren will. Kaum bin ich vorbei, stehen wir im Stau. Zwei Busse müssen sich natürlich in einer scharfen Kurve begegnen und erst einmal neu sortieren. Nach ein paar Minuten haben sie es geschafft und es geht weiter. Nur wenig später dann Slapstick pur: Ein deutscher Autofahrer hält – natürlich in der Kurve – um einen Bus vorbei zu lassen. Das passt aber leider mal so gar nicht ! Wild gestikulierend zeigt der Busfahrer dem Autofahrer, dass er mit seinem Auto weiter fahren soll und das dort Platz für ein Flugzeug ist, um durchzufahren. Der Autofahrer ist da aber wohl anderer Meinung – und fährt nicht ! Irgendwann sinkt der Busfahrer dann entnervt auf dem Lenkrad zusammen. Die Szene ist so witzig, daß ich lauthals anfange zu lachen. Neben mir steht ein Italiener mit der unvermeidlichen GS und lacht mit. Schließlich löst sich das Ganze dann doch noch auf und die Strecke ist frei für den Flug auf den Sella. Oben habe ich dann Walter hinter mir, der Hauke und Benno überholt hat. Jetzt erst mal einen Cappuccino ! Also gehe ich rein und hole fünf Cappuccino – und besiege den Fluch des Sella ! Zum ersten Mal kommen alle Cappuccino sauber draußen an ! Kein „Fußbad“ !

Über Canazei fahren wir dann zum Passo Rolle – oben natürlich ein kurzer Cappuccino-Stop. Nächster Halt soll jetzt der Brocon sein. Bin mal gespannt, ob wir wieder einen LKW auf dem schmalen Pass treffen werden. Im letzten Jahr war uns das passiert (siehe 20.06.2011) und hatte kurzfristig für erhöhten Blutdruck gesorgt. Heute kommen Benno und ich problemlos oben an. Kurze CAPPOCCINO-TOURER-Pause und ab jetzt übernehme ich die Führung. Ich hatte noch zu Hause eine Route mit dem Kaiserjägerstraße zusammengestellt. Also über den Brocon und schon nach wenigen Metern die erste Herausforderung: Das Navi zeigt an, nach rechts abzubiegen. Die Straße macht allerdings eher den Eindruck, ein Feldweg zu sein. Nach kurzem Nicken von Benno fahre ich dennoch rein und das, was dann kommt, ist schon spannend. Ein etwas breiterer „Fahrradweg“ schlängelt sich bergab und gekrönt wird der Weg dann mit der Durchfahrt von Pieve Tesino. Mit Kopfsteinpflaster und sehr eng geht es durch den Ort. Benno und Tamara sind später total begeistert und haben in dem Ort so viel gesehen, daß ich mich frage, wer in der Zeit gefahren ist. Jetzt geht es zügig über Levico Terme nach Caldonazzo. Und genau hier nimmt das Übel dann seine Lauf: Eine Baustelle mit Einbahnstraßen-Regelung bringt das Navi kurzfristig aus der Fassung. Wie sonst auch, fahre ich erst mal in eine Richtung, um wieder auf die Route zu kommen und das klappt scheinbar auch ! Leider springt das Navi dabei aber - von mir unbemerkt – auf einen neuen Teil der Route und lässt so die Kaiserjägerstraße aus. Im Glauben, jetzt wieder richtig zu liegen, folge ich den Anweisungen. Die Strecke an sich ist super schön zu fahren, und auch der aufziehende Regen stört mich nicht wirklich. Wäre aber langsam mal Zeit für eine Pause. Endlich taucht rechts eine Gaststätte auf und ich fahre auf den Parkplatz. An der Tür hängt ein Zettel: Chiuso ! Also ist nix mit Cappuccino und ich will weiter fahren. Inzwischen regnet es in Strömen und ich sehe im Augenwinkel Walter in heftigen Diskussionen mit Benno. Walter regt sich auf, dass ich in den Regen reingefahren bin. Sorry, Walter, aber ich wollte zur Kaiserjägerstraße ! Nachdem Walter sich dann seine Regenklamotten angezogen hat, fahren wir noch ein paar Kilometer weiter. Dann – in Cherle – doch noch eine offene Bar und wir können bei Cappuccino, Cola, Sandwiches und Kuchen beraten, wie es weiter gehen soll. Inzwischen ist es nämlich schon halb vier und das Hotel Florian ist nicht gleich um die Ecke. Also entscheiden wir uns, den Rückweg anzutreten.

Benno übernimmt wieder die Führung und bringt uns durch den Regen bis nach Trento. Wir wollen über die Autobahn nach Bozen und dann auf kürzestem Weg ins Hotel. Leider verpasst Benno die richtige Abzweigung und wir müssen wenden. Dabei verlieren wir Walter. Wir warten noch einige Zeit, um dann – nach einem Anruf bei Walter bzw. seiner Mailbox – auf die Autobahn zu fahren. An der Mautstelle ziehe ich den Mautzettel und dann bin ich erst mal aufgeschmissen. Wohin mit dem Teil ? Der Tankrucksack ist noch mit der Regenhaube abgedeckt. Um den Zettel nicht zu verlieren, hebe ich die Regenhaube ab und stecke den Zettel in eine Außentasche des Rucksacks. Dann fahre ich zu den anderen, um dort in Ruhe alles wieder zu verzurren. Hauke, der jetzt führt, denkt ich bin fertig und fährt sofort los, Benno natürlich hinterher. Also die Regenhaube nur kurz rübergezogen und ich hetze auch los. Schon nach wenigen Metern merke ich, dass das die falsche Entscheidung war. Die Haube löst sich vom Tankrucksack und flattert wild hin und her. So geht das nicht, entscheide ich und fahre in eine Nothaltebucht. Hier wird die Haube eingerollt und in das passende Fach gepackt. Gott sei Dank ist sie fest mit dem Tankrucksack verbunden, so dass ich sie nicht wirklich verlieren kann. Handschuh wieder an und los. Hauke und Benno stehen ein paar Kilometer weiter an der Seite und warten. Ich fahre vorbei und lasse sie später wieder überholen. In Bozen fahren wir dann ab und die Mautstelle ärgert mich schon wieder. Während ich bezahle, fällt mir mein Handschuh runter. So gerade eben komme ich mit den Fingerspitzen noch ran und kann ihn aufheben, ohne absteigen zu müssen. Ich hasse Mautstellen mit dem Motorrad und außerdem ist der Cappuccino inzwischen auch durchgelaufen und drückt mächtig ! Aber auch dieses Problem kann ich nur wenig später lösen. So entspannt, sind die letzten Kilometer zum Hotel dann auch wieder zu genießen, auch wenn es wieder angefangen hat, zu regnen.
Um kurz nach halb sieben sind wir dann im Hotel. TAB und Dusche, dann Abendessen. Walter ist da auch schon da. Ohne Autobahn war er nur kurz nach uns angekommen.

Nach dem Abendessen sitzen wir noch auf der Terrasse und Hauke teilt uns mit, dass er einige wichtige Ausstattungsgegenstände zu Hause hat liegen lassen. „Ohne frische … fahre ich morgen nicht !“ ist die klare Ansage. Auch Tamara will morgen lieber einen Shopping-Tag einlegen. Walter klinkt sich ebenso aus. Er möchte einen Pausentag einlegen und eventuell nachmittags dazu stoßen. Bleiben also noch Benno und ich.

Wir fahren auf jeden Fall !

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Unsere heutige Tour:

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Bildergalerie 03.09.2012

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